Der Handel in früheren Zeiten war meist ein reines Tauschgeschäft,
das heißt derjenige der mehr Waren produzierte als er
selbst verbrauchte, tauschte Ware gegen Ware. Im Laufe der
Entwicklungsgeschichte der hiesigen Bevölkerung wurden
immer größere Mengen an Waren an immer mehr Orten
gehandelt. So war es bald notwendig geworden ein Tauschmittel,
als eine Art Zwischengut zur Verfügung zu haben, das
den freien Handel ermöglichte und als eine Art Wertmesser
diente und gut transportabel war. Als Tauschmittel fungierten
eine Menge Dinge, Felle, Salz, Korn und Edelmetalle waren
einige davon. Das Edelmetall setzte sich schließlich
als Tauschmittel durch, war es doch selbst kein Verbrauchsgut.
Dieses Edelmetall in Form von Metallstücken musste nun
so bei jedem Tausch gewogen werden um den Wert festzustellen.
Später beurkundete die Obrigkeit den Wert des Metallstücks
mit entsprechenden Stempelaufdrücken. Die Münze
war geboren.
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ca. 4000 v. Chr.
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In China wird neben Jade und Perlen als Zahlungsmittel
sog. Gerätegeld benutzt. Dies sind zumeist kleine
Bronzenachbildungen von Spaten und Hacken.
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3100 v. Chr.
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Im alten Ägypten dient Gold bereits als Zahlungsmittel.
Es wird in kleine Goldbarren gegossen, in das der Name
des Pharaos eingeschlagen wird.
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1700 v. Chr.
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Unter König Hammurabi wird Silber bereits als
Metallgeld verwendet. Es war aber noch nicht staatlich
nominiert und wurde auch noch nicht zu Münzen geprägt,
sondern musste jew. abgewogen und zurechtgehackt werden
(sog. Hacksilber). Erste Bankvorläufer entstanden.
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600 v. Chr.
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Im Lyderreich, in Kleinasien entsteht das älteste
bisher bekannte Edelmetallmünzgeld. Geprägt
wurde aus einer Legierung von Gold und Silber (sog.
Elektron). Zur gleichen Zeit entsteht im Stadtstaat
Athen die Drachme.
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594 v. Chr.
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In Athen wird eine offizielle Silberwährung eingeführt.
Als Grundlage dient das Talent zu 26 Kilogramm, bestehend
aus 60 Minen zu jew. 100 Drachmen.
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550 v. Chr.
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Krösus läßt als König von Lydien
erstmals im großen Stil Goldmünzen prägen.
Diese sind mit Silbermünzgeld offizielles Zahlungsmittel.
Krösus war vor allem für seine ungeheure Schatzkammer
bekannt, wo er Goldmünzen hortete und mit denen
er gegenüber seinen Gästen protzte.
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510 v. Chr.
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Im Perserreich entsteht eine bimetallene Währung.
Im einen Teil des Reiches kursieren Goldmünzen
als Zahlungsmittel, im anderen Teil Silbermünzen.
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445 v. Chr.
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In Griechenland entstehen erste private Banken. Das
Geldwesen wird gesetzlich geschützt.
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428 v. Chr.
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In Athen wird erstmals eine Vermögenssteuer eingeführt.
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423 v. Chr.
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In Athen wird der Handel mit ausländischen Münzen
verboten. Der Händler muss seine Münzen umtauschen.
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400 v. Chr.
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Nachdem Athen die Silbergewinnung gesteigert hatte,
kommt es durch die erhöhte Geldmenge zur Inflation.
Die Zeit der Geldfälschungen beginnt.
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336 v. Chr.
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Alexander der Große führt in seinem Weltreich
ein einheitliches Münzsystem auf Grundlage des
Athenischen Münzfußes ein. Kupferkleingeld
entsteht.
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289 v. Chr.
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Das römische Reich führt die offizielle Münzprägung
ein.
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214 v. Chr.
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Im römischen Reich wird der Silberdenar gesetzliches
Zahlungsmittel.
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23 v. Chr.
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Kaiser Augustus führt im römischen Reich
ein feste Währungs- und Geldordnung ein. Das Wertverhältnis
zwischen Gold und Silber wird gesetzlich mit 1 zu 12,5
festgelegt.
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63
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Unter dem römischen Kaiser Nero kommt es zur ersten
großen Inflation der Weltgeschichte, er ließ,
um mehr Gewinn zu erzielen, den Feingehalt und das Gewicht
der Münzen senken.
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195-306
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Im römischen Reich kommt es immer weiter zu einer
Verschlechterung der Münzprägung. Der Silbergehalt
der Denare sinkt stetig soweit, bis nur noch Silberspuren
vorhanden sind.
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294
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Im römischen Reich wird unter Kaiser Diokletian
eine neue Münzwährung geschaffen, die Grundlage
bildet der Follis, eine Bronzemünze.
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306-337
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Konstantin der Große erschafft eine neue Münzordnung.
Als Grundlage dient der Solidus als Goldmünze.
Aus einem Pfund werden 72 Solidi geschlagen (röm.
Pfund= 327,45 Gramm).
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350-400
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Im untergehenden römischen Reich beginnt die Rückbildung
von der Geldwirtschaft zur Naturalwirtschaft.
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477
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Die Vandalen prägen erstmals Silbermünzen
nach dem Dezimalsystem.
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585
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Erstmals wird im Frankenreich der "Zehnt"
als Naturalabgabe eingeführt. Diese Abgabeform
überdauert bis in die Neuzeit.
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697
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Die Araber schaffen sich ein eigenes Münzwesen,
mit dem Denar als Goldmünze an der Spitze.
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726
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In Byzanz wird die Bilderverehrung verboten. Die Münzbilder
in ganz Europa verändern sich grundlegend.
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755
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Die Karolingische Münzreform beginnt. Aus einem
karolingischen Pfund Silber (491 Gramm) werden 20 Schilling
(Solidi) zu je 12 Pfennigen (Denare) geschlagen. In
Frankreich erhält sich diese Rechenweise bis zur
franz. Revolution. In England sogar bis 1971.
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794
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Durch Karl den Großen setzten sich die silbernen
Denare in ganz Europa durch und werden bis zum ausgehenden
Mittelalter zu der bestimmenden Münze.
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818
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Unter Ludwig des Frommen entsteht die erste Strafvorschrift
gegen Falschmünzerei. Als Strafe dient das Abschlagen
der Hand. (Diese unfeine Sitte bewahrt sich in Mitteleuropa
für lange Zeit)
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975
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Als erster Feudalherr in Deutschland prägt der
Erzbischof von Mainz unter eigenem Bild als unter dem
des Königs.
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1045
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Die Mark wird erstmals urkundlich als Gewichtseinheit
zu 233,7 Gramm erwähnt.
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1064
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Der Ablaßhandel der Kirchen, indem sich Sünder
mit Geld freikaufen beginnt.
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1096
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Das Kreuzzugszeitalter beginnt. In Europa kommt viel
Geld in Bewegung, Banken entstehen.
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1137
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Das einheitliche Münzwesen in Deutschland löst
sich auf, der regionale Pfennig entsteht.
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1170
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Unter Friedrich Barbarossa entstehen die ersten Brakteaten,
die so genannten Blechpfennige. Diese Münzen sind
jew. nur regional gültig und werden teilweise jährlich
durch den Landesfürsten widerrufen und müssen
eingetauscht werden, natürlich immer mit Gewinn
für Münzmeister und Landesherrn.
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1180
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In England entsteht eine Handelsmünze namens "easterling".
Dieser Name lebt in der Bezeichnung Sterling (wie Pfund
Sterling, Sterling Silber) weiter.
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1226
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Als erste deutsche Stadt erwirbt Lübeck das Münzrecht.
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1252
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In Florenz entsteht eine neue Handelsgoldmünze,
der Florenus. Der Name der ungarischen Währung
Forint erinnert noch heute daran.
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1263
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Graf Meinard II. gründet die Grafschaft Tirol
und läßt eine neue Münze, mit einem
darauf abgebildeten Andreaskreuz prägen. Der "Kreuzer"
entsteht.
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1266
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Der französische König Ludwig IX. läßt
den ersten Groschen, als Zusammenfassung von 12 Pfennigen
prägen.
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1280
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Marco Polo berichtet über die Erfindung des Papiergeldes
in China.
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1282
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In Venedig wird mit der Prägung des Golddukaten
begonnen.
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1356
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In Frankreich entsteht der Franc.
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1368
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In der Ming-Dynastie in China entsteht der größte
Geldschein der Welt, er ist 23 mal 32 cm groß.
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1409
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Die erste Börse Europas entsteht in Brügge.
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1484
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Herzog Siegmund von Tirol läßt 60 Kreuzer
im Wert eines rheinischen Gulden zu einem Guldengroschen
prägen. Die Talerzeit beginnt
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1520
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Der Graf von Schlick läßt im Joachimstal
den ersten Großgroschen prägen. Diese "Joachimstaler"
geben später dem Taler seinen Namen.
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1524
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Karl V. erlässt die erste Reichsmünzordnung,
danach wird die Kölner Mark zu 233,80 Gramm zum
neuen Gewichtsstandard.
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1525
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Nach der Gründung der ersten Münzstätte
durch die spanischen Kolonialherren in Mexiko entsteht
der Piaster.
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1551/1559
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Nach der zweiten und dritten Reichsmünzordnung
wird der Reichsguldiner zu 60 Kreuzer geschaffen. Der
Reichstaler wird nun im 9-Talerfuß aus der Mark
Silber geschlagen. Es vollzieht sich die Trennung in
Taler- und Guldenländer.
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1560
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Die Vorläufer erster Terminmärkte entstehen
in Holland.
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1605
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Die erste Staatsbank Europas entsteht in Rom durch
Papst Pius VI.
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1618-1623
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Die durch den Dreißigjährigen Krieg hervorgerufene
"Kipper- und Wipperzeit" führt zu einer
drastischen Inflation in Mitteleuropa.
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1659
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Die schwerste Münze der Welt wird in Schweden
geprägt. Das Stück aus Kupfer wiegt mehr als
22 Kilogramm.
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1661
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Das erste offizielle Papiergeld Europas entsteht in
Stockholm.
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1700
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Die kleinste Goldmünze Europas entsteht in Nürnberg.
Der 1/32 Dukat wiegt nur 0,1 Gramm.
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1750
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Der "Graumannsche Konventionsfuß" wird
in Preußen eingeführt. Danach werden aus
einer Kölner Mark 14 Taler geprägt.
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1753
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Nach der Bayrisch-östereichischen Münzkonvention
werden aus der feinen Kölner Mark Silber 10 Konventionstaler
geschlagen. Diese Münzkonvention kommt vor allem
in Süddeutschland zur Anwendung.
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1759
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Während des Siebenjährigen Krieges entsteht
in Wien das erste Papiergeld der deutschen Länder.
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1765
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In Preußen entsteht die erste Notenbank Deutschlands.
Sie ist die direkte Vorgängerin der Reichsbank.
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1778
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In Hamburg wird die erste deutsche Sparkasse gegründet.
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1792
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Der Dollar wird zur Währung in den Vereinigten
Staaten. Sprachlich ist er vom Taler abgeleitet.
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1816
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Als erstes Land führt England die Goldwährung
ein.
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1828
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In Rußland wird Platingeld eingeführt. Die
Prägung wird 1845 wieder eingestellt.
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1838
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Die Zollvereinsstaaten beschließen die Dresdner
Münzkonvention. Danach gelten zwei Währungsgebiete
in Deutschland, das norddeutsche Talergebiet mit dem
14-Taler-Fuß und das süddeutsche Guldengebiet
mit dem 24 1/2 Gulden-Fuß. 1 Taler gilt dann 1,75
Gulden.
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1840
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In Sachsen wird der Neugroschen auf Basis des Dezimalsystems
eingeführt.
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1849
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Die erste deutsche Kreditgenossenschaft wird gegründet.
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1857
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Mit dem Wiener Münzvertrag wird das Zollpfund
zu 500 Gramm eingeführt. Der Vereinstaler entsteht
und wird im 30 Taler-Fuß geprägt.
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1871
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Nach Gründung des Deutschen Reiches tritt die
Mark anstelle der bisherigen Taler oder Gulden. Die
Goldwährung wird eingeführt.
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1874
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Die ersten Reichskassenscheine werden ausgegeben.
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1907
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Die Silbertaler werden außer Kurs gesetzt. Die
Talerzeit in Deutschland ist vorbei. An die Stelle der
Taler tritt ab 1908 das neu eingeführte Dreimarkstück.
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1908
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Der Postscheckverkehr wird in Deutschland eingeführt.
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1914
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Am Vorabend des Ersten Weltkrieges beträgt der
gesamte Bargeldumlauf in Deutschland 8,7 Milliarden.
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1915
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Darlehenskassenscheine werden in Deutschland ausgegeben.
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1916
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Die Umsatzsteuer wird eingeführt. Steuerhinterziehungen
werden erstmals unter Strafe gestellt.
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1917
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Die erste Kreditkarte wird in einem Chicagoer Kaufhaus
erfunden.
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1918
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Nach Ende des Ersten Weltkrieges hat sich der Bargeldumlauf
in Deutschland vervierfacht.
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1921
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Die Reparationsleistungen Deutschlands werden auf 132
Milliarden Goldmark festgelegt.
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1922
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In Deutschland beginnt die große Inflation. War
ein Dollar 1914 noch für 4,20 Mark zu haben, so
musste man am 20. November 1923 4,2 Billionen Mark dafür
bezahlen. Insgesamt kursierten in dieser Inflationsphase
10 Milliarden Geldscheine im Gesamtwert von 3900 Trillionen
Mark.
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1923
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Die deutsche Rentenbank wird gegründet. Die Rentenmark
wird eingeführt, die durch hypothekarische Belastung
des gesamten dt. Grundbesitzes gedeckt ist. Die Inflation
ist beendet.
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1929
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Am 29.10. kommt es an der New Yorker Wallstreet zum
großen Börsenkrach (Schwarzer Freitag). Es
kommt zu vielen Zusammenbrüchen von Unternehmen
und Banken und zu großer Arbeitslosigkeit.
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1933
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Die Nazis lassen neue 5-Markstücke prägen,
diese haben 29 Millimeter Durchmesser und wiegen 13,889
Gramm. Diese Größennorm hat sich bis heute
erhalten. Die 3-Markstücke werden aus dem Verkehr
gezogen.
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1936
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Die Kriegsvorbereitungen der Nazis laufen auf Hochtouren.
Lohn- und Preisstops werden erlassen. Preiserhöhungen
werden verboten.
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1938
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Die Reichsmark wird in Österreich gesetzliches
Zahlungsmittel.
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1943
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Hitler lehnt die Ausprägung von Münzen mit
seinem Konterfei vorerst ab. Erst nach dem Endsieg sollen
sie ausgegeben werden
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1944
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In Bretten Woods (USA) vereinbaren 44 Staaten ein internationales
System fester Wechselkurse und eine Gold - Dollar Parität
für die Nachkriegszeit. Die Errichtung der Weltbank
und des internationalen Währungsfonds wird beschlossen.
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1945
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Nach Ende des Krieges werden in Deutschland z.T. Zigaretten,
Schokolade und Kaffee zu einer Ersatzwährung.
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1948
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In Frankfurt wird die Bank deutscher Länder gegründet.
Sie erhält das Münzprivileg bis 1950.
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1948
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Die D-Mark wird in der westlichen Besatzungszone eingeführt,
die Ostmark im Osten.
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1953
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Die erste Gedenkmünze nach dem Zweiten Weltkrieg
wird herausgegeben.
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1957
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Die deutsche Bundesbank beginnt als Nachfolgerin der
Bank deutscher Länder.
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1959
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Die D-Mark wird im Saarland gesetzliches Zahlungsmittel.
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1967
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Aus der Deutschen Mark und danach der Mark der Deutschen
Notenbank wird die Mark der Deutschen Demokratischen
Republik.
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1968
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Der Eurocheque als eine Art europäisches Zahlungsmittel
entsteht.
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1971
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Der Wechselkurs der D-Mark wird freigegeben.
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1973
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Das System fester Wechselkurse gem. den Beschlüssen
von Bretton Woods zerbricht endgültig. Die Ära
frei schwankender Wechselkurse beginnt.
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1975
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Die letzten Silbermünzen als Umlaufstücke
werden ausgegeben. Danach werden nur noch Gedenkmünzen
in Silber geprägt.
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1975
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Der Ecu wird als Kunstwährung geschaffen. Er setzt
sich aus den Kursen der zwölf EG-Mitgliedstaaten
zusammen.
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1980
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Erste Geldautomaten werden eingerichtet.
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1987
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Am 19. Oktober dem "Schwarzen Montag" brechen
die Kurse an den Weltbörsen drastisch ein. Allein
der Dow Jones verliert fast 1/4 seines Wertes.
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1990
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Am 1. Juli beginnt die deutsche Währungsunion.
Auf dem Gebiet der DDR wird die D-Mark eingeführt.
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1992
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Die Europäische Gemeinschaft beschließt
die Einführung einer Gemeinschaftswährung
bis 1999.
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1999
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Der Euro wird als Buchgeld eingeführt.
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2002
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Der Euro ersetzt endgültig die Landeswährungen
in Belgien, Deutschland, Spanien, Frankreich, Irland,
Italien, Luxemburg, den Niederlanden, in Österreich,
Portugal und Finnland.
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