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Sächsische Geschichte
 
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Sächsisches Wappen


Sächsische Geschichte

Die Anfänge

Erstmals erwähnt wurden die Sachsen im 2. Jahrhundert nach Christus durch Ptolemäus, der sie als die Angehörigen eines in Holstein siedelnden germanischen Stammes beschrieb. In Nachbarschaft zum Frankenreich gelegen kam es immer wieder zu Kämpfen, wobei die Sachsen sich in solchen Kriegsfällen einen Herzog wählten und dann in den Kampf zogen. Schließlich gerieten sie in Abhängigkeit und mussten jährlich 500 Rinder als Tribut entrichten. Von dieser Pflicht wurden sie erst 631 wieder befreit. Der Abschluss der Kämpfe bestand in der Christianisierung durch Karl den Großen in der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts und der Einverleibung als Herzogtum in des Frankenreich, in das Reich der Karolinger.


Die Sachsenkaiser

Nachdem aus dem Frankenreich durch Teilung das Deutsche Reich hervorging, wurde im Jahre 919 der Sachsenherzog Heinrich I. zum ersten deutschen König gewählt. Ihm folgte nach seinem Tod 936 sein Sohn Otto I., der 962 schließlich vom Papst in Rom die Kaiserkrone erhielt. Im Jahre 965 gründete Otto I. die Mark Meißen. Nach Ottos Tod 973 folgten ihm Otto II. (973-983), Otto III. (983-1002) und Heinrich II. (1002-1024). Mit dem Tode Lothar von Supplinburg 1137 endet die Geschichte der deutschen Könige aus sächsischem Haus.


Heinrich der Löwe

Mit Heinrich dem Löwen, der 1139 Herzog von Sachsen wurde, beginnt auch ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Herzogtums Sachsen. Heinrich, der der Adelsdynastie der Welfen angehörte, lehnte 1176 die Unterstützung eines Kriegszuges Friedrich I. (Friedrich Barbarossa) nach Italien ab. So wurde über ihn nach dem Reichstag in Goslar die Reichsacht verhängt und ihm nach dem Fürstentag zu Gelnhausen im Jahre 1180 das Herzogtum Sachsen abgesprochen.


Die Grafen von Anhalt

Nachdem Heinrich der Löwen das Herzogtum Sachsen verlor, wurde es, oder zumindest Teile des bisherigen Herzogtums mitsamt des Titels Herzog von Sachsen, Bernhard von Anhalt, aus dem Geschlecht der Askanier zugesprochen. Dieser soll die im Jahre 1180 erstmalig erwähnte Stadt Wittenberg gegründet haben. Unter seinen Enkeln wurde das Herzogtum schließlich geteilt. Aus dieser Teilung entstanden Sachsen-Wittenberg und Sachsen-Lauenburg.


Das Kurfürstentum

Im Jahre 1356 erhob Karl IV. Sachsen-Wittenberg zum Kurfürstentum, nachdem er mit der Einführung einer Reichsverfassung, der Goldenen Bulle die Verfahrensweise der Königswahl neu geregelt hatte. So gab es nur noch sieben Fürsten, den die Aufgabe den König zu wählen, zustand. Als im Jahre 1422 der letzte Askanier der Wittenberger Linie ohne Erben ausstarb, war eine neue Verleihung des Herzogtums notwendig. Nun begann im Herzogtum Sachsen die Zeit der Wettiner, die als Markgrafen von Meißen und Landgrafen von Thüringen den Zuschlag durch den König erhielten.


Die Wettiner und die Mark Meißen

Die Mark Meißen, gegründet 956 durch Kaiser Otto I. wurde im Jahre 1089 erstmals an einen Wettiner, an Heinrich I. von Eilenburg vergeben. Ihm folgten Heinrich II. von Eilenburg und danach, 1123 sein Vetter Konrad bis 1156. Darauf folgte sein Sohn, Otto der Reiche (1156 - 1190) der die Einkünfte des Silberbergbaus zur Erweiterung des Landes nutzte. Nach seinen Söhnen Albrecht I. der Stolze (1190-1195) und Dietrich der Bedrängte (1195-1221) übernahm Heinrich der Erlauchte (1221-1288) die Regierung. Dieser erwarb durch Verlobung seines Sohnes mit der Tochter des deutschen Kaisers das Pleißnerland, wozu z.B. auch Zwickau und Chemnitz gehörten. Wichtig war auch, dass Heinrich 1264 Landgraf von Thüringen wurde. Er war es auch, der sich Dresden als Residenz ausbaute. Ihm folgte sein wenig erlauchter Sohn Albrecht II. der Entartete. Dann nach langem Kampf zwischen Vater und Söhnen, Friedrich der Freidige und sein Bruder Dietrich der Jüngere. Nach dessen Tod regierten Friedrich II. der Ernsthafte (1324-1349), Friedrich III. der Strenge (1349-1381) und Friedrich IV. der Streitbare. Dieser wurde 1423 als erster Wettiner Kurfürst und Herzog von Sachsen.


Die Teilung

Da unter den Brüdern Ernst und Albrecht, den Söhnen Friedrich II. des Sanftmütigen (1428-1464) Streitigkeiten aufkamen, wurde im Jahre 1485 Sachsen geteilt. Ernst erhielt Wittenberg, mittleres und südliches Thüringen, Franken, das Vogtland, Teile des Pleißnerlandes und die Kurwürde. Albrecht erhielt die Mark Meißen, Leipzig, Nordthüringen und den Herzogstitel. Die Herrschaften in der Lausitz, die Bergwerke und natürlich die Schulden blieben in gemeinsamer Verwaltung. Ernst wählte als Residenz Wittenberg und Albrecht Dresden. Nachdem Albrecht in seinem Teil Sachsens 1499 das Primogeniturrecht, nach welchem jeweils der älteste Sohn des Lande erbt, einführte, überdauerte Sachsen in den nachfolgenden Jahrhunderten in relativer territorialer Beständigkeit.


Die Reformation

Martin Luther, ein an der Wittenberger Universität lehrender Augustinermönch, war in seiner religiösen Ansicht in Widerspruch zur katholischen Kirche geraten indem er den Ablaßhandel, das Freikaufen von Sünden, nicht hinnehmen wollte. Nachdem Luther im Jahre 1517 seine 95 Thesen an die Tür der Wittenberger Schloßkirche schlug, läutete er damit die Reformation ein. Als er den Widerruf seiner Lehre verweigerte, musste er die über ihn vom Reichstag 1521 verhängte Reichsacht hinnehmen. Kurfürst Friedrich der Weise (1486 - 1525) (Ernestiner) gewährte als ein Förderer der Reformation daraufhin Luther auf der Wartburg Zuflucht. Dort begann er auch mit der Übersetzung der Bibel ins Deutsche, dies vollendete er 1534. Johann der Beständige (1525-1532) und auch Johanns Sohn Johann Friedrich der Großmütige (1532-1554) führten das Werk Friedrich des Weisen an der Reformation fort.


Der Schmalkaldensche Krieg

Zum Schmalkaldenschen Krieg kam es in Folge der Reformation. Da es notwendig geworden war die Reformation mit Waffen zu schützen, gründete ein Großteil der protestantischen Fürsten 1531 unter Führung Johann des Beständigen und des Landgrafen Philipp von Hessen den sog. Schmalkaldenschen Bund. Dieser wurde 1537, ebenfalls in Schmalkalden erneuert. Nun gelangte Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen an die Spitze der Vereinigung. Johann Friedrich sah sich jetzt dem deutschen Kaiser Karl V. gegenüber. Als dieser 1546 die Reichsacht über ihn verhängte, begann der Schmalkaldensche Krieg.

Aber erstmal zurück in das andere Sachsen: die Albertiner Linie wurde nach dem Tode Albrechts im Jahre 1500 von seinem Sohn Herzog Georg dem Bärtigen (1500-1539) weitergeführt. Dieser erweist sich als ein Gegner Luthers. Sein Sohn Moritz (1541-1553) verließ, obwohl evangelisch den Schmalkaldenschen Bund und stellte sich, wahrscheinlich aus Eifersucht auf die Kurwürde der Ernestiner, auf die Seite des Kaisers. Er marschierte somit ins ernestinische Sachsen ein. Der Kaiser war inzwischen mit seinen italienischen und spanischen Truppen über Böhmen in Sachsen einmarschiert, und kam somit dem bereits wieder zurückgedrängten Moritz zu Hilfe. Der Kurfürst wurde am 24.04.1547 nach kurzem Kampf und der darauf folgenden Kapitulation auf der Lochauer Heide gefangengenommen und zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde durch Fürsprache div. Fürsten, unter anderem auch Moritz, in ewiges Gefängnis gemildert. Johann Friedrich verlor seine Kurwürde und kam 5 Jahre später aus der Haft wieder frei. Wittenberg mit dem Kurkreis und andere Gebiete der Ernestiner gingen in albertinischen Besitz über. Moritz wurde Kurfürst. Der restliche ernestinische Besitz wurde an die Söhne Johann Friedrichs verteilt.

Kurfürst Moritz gelangte durch seine nunmehr erlangte Machtstellung im Reich in Konflikt mit dem Kaiser. Er konspirierte mit den Protestanten gegen ihn und zwang ihn schließlich 1552 zum Passauer Vertrag, der den Weg zum 3 Jahre später folgenden Augsburger Religionsfrieden, als eine Legalisation des Luthertums, ebnete. Kaiser Karl V. dankte schließlich ab.

Kurfürst Moritz starb am 11. Juli 1553 nach einem Kampf gegen Gegner des Passauer Vertrages im Alter von 32 Jahren. Ihm folgte Kurfürst August (1553-1586), sein Sohn Christian I. (1586-1591) und Christian II. (1591-1611).


Der Dreißigjährige Krieg

Mit dem Augsburger Religionsfrieden waren die Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten nicht zu Ende. Die Papsttreuen unternahmen Anstrengungen, verlorene Gebiete zurückzuerobern und die Reformation auf ihrem Gebiet zu unterdrücken. Das deutsche Kaiserhaus, die Habsburger, waren der Vertreter der katholischen Seite, mit ihren Heerführern Wallenstein und Tilly. Die evangelischen Länder hatten sich derweilen in der Union vereint, die ab 1630 im Heer der Schweden unter Gustav Adolf eine wichtige Stütze fanden.

Der sächsische Kurfürst Johann Georg I. (1611-1656) fand man am Anfang des Krieges auf Seiten des Kaisers Ferdinand II. Nachdem aber General Tilly in Sachsen eingefallen war, schloss er mit Gustav Adolf von Schweden am 11. September 1631 ein Bündnis. Dieser schlug dann die kaiserlichen Truppen bei Breitenfeld und befreite somit Sachsen. Als es zwischen Sachsen und dem Kaiser im Jahre 1635 im Prager Frieden zur Aussöhnung kam, brachte dies Sachsen als Landgewinn die Obere und Untere Lausitz ein. Nachdem Gustav Adolf in der Schlacht bei Lützen (in der Nähe von Leipzig) fiel, war der Krieg durch die inzwischen aufgetretenen Spannungen, zwischen Sachsen und Schweden unvermeidlich. Schließlich wurde Sachsen, außer Dresden und der Festung Königstein, vom schwedischen General Königsmark besiegt und ein Waffenstillstand beschlossen, der Sachsen im restlichen Krieg Neutralität verlieh. Der westfälische Friede 1648 beendete zu guter Letzt den Dreißigjährigen Krieg.

Auf Johann Georg I. folgte Johann Georg II. (1656-1680), Johann Georg III., und Johann Georg IV. (1691-1694) unter denen sich Sachsen relativ schnell von den Kriegsschäden erholte. Auch blühte Dresden zur einer europäischen Kunststadt auf und Leipzig gewann als Messestadt an Bedeutung.


August der Starke

Als Johann Georg IV. kinderlos im Alter von 26 Jahren starb, folgte ihm sein Bruder Friedrich August I. (1694-1733), der wegen seiner großen körperlichen Kräfte auch der "Starke" genannt wurde. Da im Jahre 1696 der polnische König starb, bewarb sich Friedrich August, unter Aufbietung einer großen Menge Geldes um die polnische Krone. Er trat zur katholischen Kirche über (Polen war katholisch) und wurde er am 15. September 1697 als August II. zum König von Polen gekrönt.

Nachdem Friedrich August im Bündnis mit Rußland und Dänemark im sogenannten "Nordischen Krieg" gegen Schweden gekämpft und verloren hatte, wurde er durch den schwedischen König Karl XII., der mit seinem Herr in Sachsen einmarschierte, zum Frieden und zum Verzicht auf die polnische Krone gezwungen. Als aber 1709 die schwedischen Truppen Rußland unterlagen, war die schwedische Großmachtrolle in Europa zu Ende. Friedrich August wurde wieder König von Polen.

Sachsen verbindet mit dem Namen August des Starken vor allem die Blüte der Kunst und Kultur, den weiteren Ausbau Dresden als Barockstadt, aber auch seinen Ruf als Frauenliebhaber (er soll ja auf diesem Gebiet ganz besondere Rekorde aufgestellt haben), hier sei wohl die berühmteste Vertreterin, die Gräfin Cosel als nur ein Beispiel genannt. August starb am 1. Februar 1733 in Warschau.


Sachsen im Siebenjährigen Krieg

Nachdem Sachsen den zweiten Schlesischen Krieg, zusammen mit Österreich gegen Preußen verloren hatte, verbündete sich Friedrich August II. (1733-1763), Sohn August des Starken, geleitet durch den verderblichen Einfluss seines 1. Ministers, des Grafen Brühl, mit Österreich, Frankreich und Rußland gegen Brandenburg-Preußen.

Als Friedrich der Große von dieser Verbindung erfuhr, begann er um evtl. Angriffen vorzubeugen am 29.08.1756 den Siebenjährigen Krieg und überschritt mit 70000 Mann die sächsische Grenze. Die 18000 Mann der sächsischen Armee konnten dem nicht viel entgegenstellen und auch die zu Hilfe eilenden 33000 Österreicher wurden durch die Preußen geschlagen. Sachsen kapitulierte am 15.10.1756 und spielte im weiteren Krieg nur noch die Rolle eines Kriegsschauplatzes. Erst mit dem Hubertusburger Frieden von 1763 wurde Sachsen und hier besonders die Bevölkerung von den Kriegsleiden befreit und der Krieg beendet. Preußen stieg endgültig zur europäischen Großmacht auf.


Sachsen in den Befreiungskriegen

Auf Friedrich August II. folgte sein Sohn Friedrich Christian, der aber nur 2 Monate regierte. 1763 wurde Friedrich August III. als Dreizehnjähriger Kurfürst.

Nachdem Sachsen zusammen mit Preußen in der Schlacht bei Jena und Auerstädt gegen Napoleon verloren hatte, wurde Sachsen durch Napoleon, der hier an der Grenze zu Preußen einen Verbündeten brauchte, zum Vasallen Frankreichs. Am 20.12.1806 erfolgte durch Napoleons Einfluss die Proklamation Sachsens als Königreich. Friedrich August III. wurde als Friedrich August I. König von Sachsen und souveräner Fürst im Rheinbund. Im selben Jahr endete auch das nun schon jahrhunderte alte Heilige Römische Reich deutscher Nation mit der Abdankung des Kaisers. Sachsen musste Napoleon nun Truppen zur Verfügung stellen und konnte dafür im Gegenzug seine Gebiete erweitern, so um den Cottbuser Kreis, das Herzogtum Warschau und später dann noch um Krakau.

Während Napoleons Armee in Rußlandfeldzug (1812/1813) eine Pleite erlebte, wurde Dresden von den bereits verbündeten Preußen und Russen besetzt. Der König floh nach Prag, konnte sich aber nicht zu einem Anschluss an die Verbündeten und zur Abkehr von Napoleon bewegen. Die Reste von Napoleons Armee zogen schließlich wieder in Dresden ein.

Napoleon konnte in Frankreich noch mal eine 120000 Mann starke Armee aufbauen, dazu kamen noch die Rheinbundtruppen, u.a. auch mit dem sächs. König und 24000 sächs. Soldaten. Doch Napoleons Schicksal war besiegelt, nach einigen Gefechten bei Großbeeren bei Berlin, in Schlesien und bei Dresden, kam es schließlich vom 16.10. - 18.10.1813 zur Völkerschlacht bei Leipzig. Den Verbündeten Preußen und Russen kamen noch die Österreicher und auch die Bayern, die sich nun gegen Napoleon stellten zu Hilfe. Der sächs. König konnte sich auch jetzt nicht zu einer Abkehr von Napoleon entschließen. Die sächs. Soldaten bewiesen aber ihre patriotische Haltung indem sie zu tausenden überliefen. Napoleon wurde vernichtend geschlagen. Friedrich August, der sich während der Schlacht in Leipzig aufhielt, geriet am 19.10. letztendlich in Gefangenschaft.

Auf dem Wiener Kongreß wurde dann auch über Sachsens Schicksal entschieden, es musste 2/3 seines Gebietes an Preußen abtreten und wurde ein Mitglied des Deutschen Bundes.


Nachkriegsjahre

Als Friedrich August im Juli 1815 aus der Kriegsgefangenschaft frei kam, wandte er sich sofort der Beseitigung der Kriegsschäden zu. Zu spürbaren Reformen, vor allem in der Wirtschaft kam es allerdings nicht. Als der König 1827 starb übernahm sein Bruder Anton (1827-1836) die Krone. Besonders die französische Julirevolution 1830 führte dazu, dass sich Anton bald zu Reformen gezwungen sah. Er ernannte den Prinzen und späteren König Friedrich August II. zum Mitregenten und schuf gemeinsam mit ihm die erste sächs. Verfassung (14.09.1831). Sachsen war somit zum konstitutionellen Staat geworden. Handel und Gewerbe nahmen nun regen Aufschwung. So eröffnete Sachsen 1839 als erstes deutsches Land eine Eisenbahnlinie.


Revolutionsjahre

Die Stimmung in der Bevölkerung in den 40-iger Jahren des 19. Jahrhunderts war schlecht. Die Bürger bemängelten unzulängliche Gesetze, in welchen ihnen zu wenig Mitbestimmung eingeräumt wurde, fehlende Großzügigkeit bzgl. Rede-, Presse- und Versammlungsfreiheit und das Fehlen eines deutschen Nationalstaates. Die erfolgreiche Pariser Februarrevolution im Jahre 1848, die dort zur Errichtung der Republik führte, war nun der Auslöser der Aufstände in Deutschland, der Schwerpunkt lag mit den Märzkämpfen in Berlin.

In Sachsen war es vor allem die Leipziger Bürgerschaft die vorerst einen Aufstand verhindern konnte. Sie traten an den König mit der Bitte um weitere Reformen, vor allem in Bezug auf die Pressefreiheit, heran. Dieser schlug zwar vorerst die Bitte aus und ließ Truppen um Leipzig aufmarschieren. Als die Leipziger den vom König entsandten Justizminister aber überzeugen konnten, dass sie zwar friedlich aber auch beharrlich an ihren Forderungen festhielten, entließ der König am 13. März den ersten Minister und es wurde ein neues Kabinett gebildet. Dieses veranlasste auf auf verschieden Gebieten Reformen. Vorerst hatte die Vernunft gesiegt.

Nachdem im Mai 1848 in Frankfurt das erste dt. Parlament getagt hatte, war im März 1849 der Grundentwurf der Reichsverfassung fertig und der preußische König wurde zum Kaiser gewählt. Dieser lehnte aber ab, da er nur eine Fürstenversammlung für berechtigt ansah, ihm die Krone anzubieten. Das Volk verlangte aber nun die Einführung dieser Verfassung, was auf wenig Gegenliebe bei den Regierungen Sachsens, Bayerns und Preußens stieß. In Sachsen nützte es auch nichts als der König, auf Anraten seines Kabinetts die vom Frankfurter Parlament beschlossenen Grundrechte verkündete. Der Druck auf den König stieg. Letzten Endes versuchte es der sächsische Landtag mit Erpressung, er erklärte, den Staatshaushalt erst dann zu bewilligen, wenn die Reichsverfassung anerkannt würde. Der König löste daraufhin den Landtag auf.

Die Kämpfe begannen nachdem eine Parade der Dresdner Kommunalgarde verboten wurde, die für die Reichsverfassung demonstrieren wollten. Die ca. 10000 Aufständischen (unter denen sich auch Gottfried Semper und Richard Wagner befanden) bauten Barrikaden an verschiedenen Stellen der Dresdner Altstadt. Der Sturm auf das Zeughaus wurde aber blutig zurückgeschlagen. Friedrich August II. und seine Familie flohen auf die Festung Königstein. Als die zur Verstärkung herbeigerufenen preußischen Truppen in Dresden ankamen, hatte die Sache der Aufständischen keine Chance mehr. Am 09.05.1849 war der Aufstand beendet. Gottfried Semper und Richard Wagner flohen ins Exil.


Sachsen im Kaiserreich

Nach Friedrichs Tod übernahm Johann (1854-1873) die Regierung. Auf den zum großen Teil preußischen Weg zum deutschen Reich soll hier nur insoweit eingegangen werden, als dass 1864 Preußen mit Österreich gegen Dänemark Krieg führten und gewannen, sich danach über die Verwaltung der eroberten Gebiete in die Haare kriegten und daraus der Deutsche Krieg von 1866 entstand. Sachsen stand auch hier wie so oft zuvor auf der falschen Seite und verlor zusammen mit Österreich in der Schlacht bei Königgrätz. Nachdem Preußen im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 (in dem auch Sachsen mitkämpften) die Westgrenze korrigiert hatte, wurde 1871 das Deutsche Reich unter Ausschluss Österreichs gegründet und der preußische König zum deutschen Kaiser gekrönt.

Nach dem Tod Johanns 1873 folgte Albert (1873-1902), Georg (1902-1904) und schließlich Friedrich August III. (1904-1918), der auch der letzte der Wettiner an der Spitze Sachsens war. Er soll, als der Erste Weltkrieg verloren war, nach der Novemberrevolution 1918 die Regierung mit den berühmten Worten: "Macht euren Dreck alleene" übergeben haben.


Untergang

Sachsen bestand in der Weimarer Republik als Land fort und wurde unter den Nationalsozialisten zum Gau Sachsen erklärt. Dresden ereilte leider in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges ein schweres Schicksal, fast 800 britische Flugzeuge bombardierten die Stadt in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945 in zwei Angriffswellen und zerstörten Großteile der historischen Altstadt. Da Dresden in dieser Zeit sehr viele Flüchtlinge zu beherbergen hatte, lag die ungefähre Bevölkerungszahl bei ca. 1 Million. Die daraus resultierende Zahl der menschlichen Opfer lag nach Schätzungen bei mindestens 35000, es wurden aber auch schon Zahlen bis fast 300000 genannt. Die genaue Höhe wird man wohl nie erfahren.

Nachdem Ostdeutschland von den Russen besetzt worden war, wurde in Sachsen eine kommunistische Landesverwaltung geschaffen. Das endgültige Aus für Sachsen kam am 23.07.1952, als sich die 1949 gegründete DDR in Verwaltungsbezirke aufteilte. Sachsen hörte auf zu existieren.


Neubeginn

Nach dem Sturz des kommunistischen Regimes im November 1989, an dem vor allem die Leipziger Bevölkerung einen entscheidenden Anteil hatte, wurde das Land Sachsen neugegründet und Deutschland am 03.10.1990 wiedervereinigt

 


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